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1. Wie heilig hast du, Gottesfreund, hier nach dem Heil gestrebet, wie selig bist du dort vereint, mit Gott, dem du gelebet, nun schaust du Gottes Herrlichkeit in himmlischer
Zufriedenheit. |
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2. Du hast in Rosen dieser Welt die Schlange bald erblicket, die manchen Menschen Überfällt und durch ihr Gift ersticket. Du eiltest schon zum Ordensstad, eh' du
die falsche Welt erkannt. 4. Die Liebe zu des Nächsten Heil, von Gottes Lieb' entsprungen, hat tief, gleich einem scharfen Pfeil, dein liebend Herz durchdrungen. Es wünscht, daß alle
insgemein mit Jesus möchten selig sein. 6. Der hohe Seelenhirt zu Rom erteilet dir den Segen; nun strömt die Gnad' in reichem Strom dem Heidentum entgegen. In Friesland auch stieg nun
empor die Himmelsehr'in vollem Flor. Regional verbreitet sind die folgenden beiden Strophen:
7.a) Als erste Stadt im Hessenland, wo du dein Werk begonnen, Amöneburg zu
Christus fand und hat dich aufgenommen. Mög dieser Berg im Glauben rein für Christus weithin Zeuge sein. (auch: Mög dieser Berg samt Niederklein für Christus
weithin Zeuge sein.) 8. Es war die Herde Christi groß im Glauben allenthalben; der Oberhirt' in Rom beschloß, zum Bischof dich zu salben. Er weihte dich, da er dir gab
für's deutsche Land den Hirtenstab. 10. Die Götzentempel stürzten ein, wo du dich hingekehret; den Opfertisch, den dunklen Hain hat deine Hand zerstöret; bald hast du der
Dreifaltigkeit viel' neue Tempel eingeweiht. 12. Den Christen warst du dort bereit, die Firmung zu erteilen; allein dich überfiel der Heid' mit Dolchen un mit Keulen. Der blut'ge
Tod war dir schon nah, doch standest du unerschrocken da. 14. Zwar Mainz und Utrecht rüsten sich, dich herrlich zu begraben; doch nein, du willst, nur Fuld' soll dich und deinen
Körper haben. O wie erteilst du deinem Fuld' ein Pfand der wahren Vaterhuld. 16. O Glaubensvater, sieh die Not, in der wir uns befinden, still Gottes Zorn, wenn er uns droht, zu
strafen unsre Sünden. Bitt ihn, daß seine starke Hand uns schütze samt dem Vaterland. |
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Refrain: Für uns, die wir noch ringen, nach unserm Heil im Erdental, bitt' Gott, dem wir hier singen, dort in dem großen Himmelssal, o heil'ger Bonifatius! |
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3. Zum Priester, da du warst geweiht, das Opfer Gott zu bringen, wie froh wollt' deine Frömmigkeit zu Gott empor sich schwingen. Gleich einem Seraph glühtest du,
die Liebesglut nahm immer zu. 5. Mit großem Mut gehst du zu Werk, der Heid' soll Gott erkennen; auf Friesland ziehlt dein Augenmerk, der Fries' soll Jesus nennen. Doch nein, denn noch
kein Gnadenstrahl erscheint den Heiden dieses Mal. 7. Welch' Liebe wallt in deiner Brust zu so entfernten Seelen! Wer machte dir die feurig' Lust, das deutsche Land zu wählen?
Mit Recht hält dich das deutsche Reich in Ehren, den Aposteln gleich
7.b) Du tauftest in der Waschbach Flut, dort an des Berges Fuße, du
brachtest uns des Glaubens Gut, und riefst das Volk zur Buße. Bitt Gott, daß seine starke Hand uns schütze samt dem Vaterland.. 9. Zur reichen Ernte wolltest
du noch mehr Apostel senden; du wähltest jene nur hinzu, die von der Welt sich wenden. Um zu erreichen dieses Ziel, erbautest du der Klöster viel. 11. Da du an deines Lebens
Rand nach vieler Müh' gekommen, hast du den Weg ins Friesenland zum letztenmal genommen, weil dir die Materkrone dort bestimmt war von dem ew'gen Wort. 13. Der Heid' zwingt dir
den Stahl mit Wut ins Haupt der Leib sinkt nieder; die Erde trinkt dein teures Blut, es starren deine Glieder. Zu Gott steigt deine Seel' empor und freut sich in dem Engelchor. 15.
Sankt Winfried, hilf die Glaubenssaat, durch die du uns beglücket, bewahren treu, bis Gottes Gnad' uns dieser Zeit entrücket! Wir alle wollen im Verein stets deines Grabes Hüter
sein. Text und Musik: Fuldaer Gesangbuch 1778 |
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