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Die Bischöfe in Fulda

Zum Heimgang von Erzbischof Johannes Dyba
FILII  DEI  SUMUS
Erzbischof Johannes Dyba

Erzbischof Johannes Dyba +
Filii Dei sumus - Kinder Gottes sind wir.

* 15. September 1929       + 23. Juli 2000

Johannes Dyba *15. September 1929 in Berlin; Gymnasien in Berlin und Heiligenstadt; 1947 Studium der Philosphie und Rechtswissenschaften in Bamberg,  Durham (USA) und Heidelberg; 1952 erstes Staatsexamen; 1954 Promotion (Der Einfluß des Krieges auf die völkerrechtlichen Verträge); bereits 1953 Beginn der theologischen Studien in Bonn; Priesterweihe am 2. Februar 1959 durch Kardinal Frings in Köln; 1961 - 62 kirchenrechtliche Studien, mit Promotion (Die Gründe für die einseitige Aufhebung von internationalen Verträgen und Konkordaten); anschließend diplomatischer Dienst des heiligen Stuhles in Buenos Aires, Den Haag, Kinshasa und Kairo; 1977 Vizesekretär der päpstlichen Kommission Justitia et Pax am 26. August 1967 wurde er zum Titularerzbischof von Neapolis in Proconsulari (Nordafrika) ernannt, war dann Apostolischer Vertreter in Liberia,  Gambia, Guinea und Sierra Leone; nach mehr als zwanzigjähriger Tätigkeit als Vatikandiplomat in drei Kontinenten wurde er am 4. Juni 1983 zum Bischof von Fulda ernannt;
Seit November 1990 ist er außerdem Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr; + 23.Juli 2000.

In der Nacht zum 23. Juli des heiligen Jahres 2000 rief Gott seinen treuen Diener aus seinem apostolischen Wirken heim.

Sein bischöfliches Wirken war gekennzeichnet vom leidenschaftlichen Einsatz für die Unverfälschtheit des Glaubens und einer großen Liebe zur Kirche. Darin war der heilige Bonifatius sein großes Vorbild. Entsprechend seinem Wahlspruch versuchte er die Freude über unsere Berufung zur Gotteskindschaft zu wecken und zu stärken. Seine Predigt auf dem Bonifatiusfest 2000 mit dem Motto “Glauben erneuern - Treue bekennen - Segen empfangen” ist sein Vermächtnis und Aufruf an uns alle. Predigt zum “Fest des Glaubens” am 4. Juni 2000.

Texte zum Heimgang von Erzbischof Johannes Dyba, Bischof von Fulda

Zum Heimgang von Erzbischof Johannes Dyba
Weibischof Johannes Kapp

Diözesanadministrator
Weihbischof Johannes Kapp

Gaudium Domini fortitudo nostra -
Die Freude am Herrn ist unsere Stärke
(Prophet Nehemia)

Weihbischof Ludwig Schick
SAPIENTIA  NOBIS  A  DEO

Weihbischof Ludwig Schick

Sapientia nobis a Deo  - Jesus Christus - die Weisheit uns von Gott gegeben
(1 Kor 1,30)

Johannes Kapp *14. Mai 1929 in Burguffeln bei Hofgeismar; Schulbesuch in Fulda am Domgymnasium; Priesterseminar, Studium in Fulda und Bonn; Priesterweihe am 14. Mai 1954; Assistent am Bischöflichen Konvikt; Kaplan in Bad Orb, dann Pfarrer, später Dekan; 1975 Domkapitular und Regens des Bischöflichen Priesterseminars; am 13. Juli 1976 wurde er zum Titularbischof von Melzi (Nordafrika) ernannt; 1980 Domdechant, als der er die umfangreichen Restaurierungsarbeiten in der Kathedralkirche vorantrieb;
1983 Dekan des Domkapitels; seit dem Tod des Erzbischofs bekleidet er das Amt des Diözesanadministrators;

Ludwig Schick der zweite Mardorfer Bischof in Fulda wurde am 22. September 1949 geboren; Besuch der Stiftsschule Amöneburg, 1962 Abitur; Studien in Fulda und Würzburg; Priesterweihe am 15. Juni 1975; Kaplan in Neuhof; weiterführende kanonistische Studien an der Päpstlichen Universität Gregoriana; Vizerektor des Priesterkollegs Santa Maria dell' Anima; 1980 Promotion summa cum laude; 1981 Lehre des Kirchenrechts in Fulda und Marburg (Philips - Universität); Bischöflicher Offizialat, Ökumenereferent, Vorsitzender der ökumenischen Kommission des Bistums, Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht in Fulda, Ordinariatsrat und Leiter der Stabsstelle für Kirchenrecht im Bischöflichen Generalvikariat; 1995 Generalvikar der Diözese; am 20. Mai 1998 wurde er zum Titularbischof von Auzia (Algerien) ernannt;

Bischof Eduard Schick, em.

Veritatis victoria caritas -
Der Wahrheit Sieg ist die Liebe
 
(Augustinus)

Eduard Schick *23.Feb.1906 in Mardorf (bei Marburg); Schulbesuch in Amöneburg und Fulda; Priesterweihe am 22.Dez.1928; Kaplan in Hattenhof und Kassel, Mathematikstudium in Göttingen und Kassel; 1935 Assessorenprüfung; von den nationalsozialistischen Machthabern wurde er zunächst aus dem Schuldienst entfernt, die Bischöflichen Rektoratsschule in Großauheim, der er dann vorstand, wurde geschlossen; 1939 Promotion in Würzburg (Formgeschichte und Synoptikerexegese. Eine kritische Untersuchung über die Möglichkeit und die Grenzen der formgeschichtlichen Methode); Regens des Bischöflichen Priesterseminars in Fulda bis 1950; anschließend Lehrtätigkeit als Professor für neutestamentliche Exegese, Rektor der Hochschule, Domkapitular; am 14.4.1962 wurde er zum Titularbischof von Aradi (Nordafrika) ernannt; Teilnahme am zweiten vatikanischen Konzil; Beauftragter (mit Bischof Leiprecht von Rottenburg) für die Schaffung der neuen Einheitsübersetzung; Bischof von Fulda: 1974 - 1982, Wahlspruch:

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Stand: Montag, 11. September 2000